NOTICEBOARD

November 5, 2009

Wien 2009
with Elena Cooke

Posterinstallation
Lackierte Holzplatte, diverse Poster und Plakate, UV-Lampe

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Noticeboard, 05.11.2009
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Das Noticeboard ist Knotenpunkt verschiedenster Netzwerke innerhalb der Akademie und ein nach außen durchlässiger Container für Auseinandersetzungen und Austausch. Es ist Icon für Informationsfluss und ästhetisches Objekt gleichermaßen. In den von den Künstlerinnen dafür gefertigten Plakaten verschränken sich unterschiedliche Zeitebenen und schließen sich Themen wie Institutionskritik, Partizipation und Wissenstransfer kurz. Noticeboard ist ein Spotlight künstlerischer Praxen und künstlerischen Lebens.

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Noticeboard, Ausstellungsansicht, 06.11. 2009
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Noticeboard, Ausstellungsansicht, 09.11. 2009

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Noticeboard, Ausstellungsansicht, 09.11. 2009.

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Noticeboard, 11.11. 2009

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Noticeboard, Ausstellungsansicht, 11.11. 2009

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Ve.sch Plakat / fake

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13 Frauen – Videoscreening, 2009 / upcoming in january 2010

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Thank you Guerilla Girls 2009 – adapted for Vienna

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Troublemap of working life, 2009 / inspired by bump

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AUSSTELLUNG

Welches Leben? Zwischen Beruf und Berufung |
Which life? Between Calling and Career

KuratorInnenprojekt 2009 der Akademie der bildenden Künste Wien.
Curator´s Project 2009 of the Academy of Fine Arts Vienna.

Curator: Sabine Breitwieser
http://www.akbild.ac.at
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Eröffnung | 05.11.2009, 19.00 h
Ausstellungsdauer
| 06.11.2009 – 05.12.2009
Ort | Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien, Lehárgasse 8, 1060 Wien, Mehrzwecksaal

Opening | 05.11.2009, 7.00 p.m.
Exhibition dates | 06.11.2009 – 05.12.2009
Venue | Academy of Fine Arts, Studio Building, Lehárgasse 8, 1060 Vienna, multi-purpose space, 2nd floor

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Noticeboard, presspic

.„Niemals!: darfst du so tief sinken, und die Bananenmilch/den Kakao – durch den man dich zieht – auch noch zu trinken!!!“ – Mit diesem Titel nach einem (veränderten) Epigramm von Erich Kästner, versieht eine der Studierenden ihre großformatige Collage. Das Bild ist eine Neuinterpretation des Monumentalgemäldes Der vierte Stand (1898-1901) von Giuseppe Pellizza da Volpedo und gilt in seiner Darstellung eines Arbeiteraufstands als Höhepunkt sozial engagierter realistischer Kunst Ende des 19. Jahrhunderts. Vorstellungen eines selbstbestimmten Lebens, das weniger von Unterwerfung und Routine als vielmehr von Aufbruch und Erneuerung bestimmt ist, sind nach wie vor treibende Kräfte für die Entscheidung zu einem Studium an der Akademie der bildenden Künste, insbesondere für das Kunststudium.
Zu diesen Mythen haben sich in den letzten Jahren Aussichten einer Karriere als internationale/r Künstler/in, möglicherweise sogar mit Celebrity-Status, oder schlichtweg eine abwechslungsreiche berufliche Praxis in einer gut vernetzten und aufstrebenden »Creative Class« dazu gesellt.

Mit welchen Bildern einer künftigen beruflichen Praxis und Umgebung identifizieren sich Studierende an der Akademie? Welche beruflichen Bedingungen werden von Ihnen angestrebt und was tragen sie selbst bereits während ihrer Ausbildungszeit zur Gestaltung dieser bei? Wie schlagen sich Erwartungshaltungen und Zielsetzungen in den gewählten Themen und Arbeiten der Studierenden nieder? Können und sollen die Studenten und Studentinnen unbehelligt von einer Öffentlichkeit forschen und ihre Arbeiten entwickeln, oder berücksichtigen sie darin bereits eine Ausstellungssituation und das Gegenüber von Rezipienten? Orientieren sie sich bereits an dem, was in den Galerien und Kunstinstitutionen zu sehen ist, an dem was von Erfolg gekrönt ist?

Im diesjährigen KuratorInnenprojekt werden die Arbeiten der Studierenden vor dem Hintergrund der Debatte über die Form und Strukturierung ihrer Ausbildung an der Akademie, den Einfluss ihres künftigen oder bereits aktuellen Arbeitsumfeldes und in Bezug auf den Ausblick in ihre aktuelle Lebensrealität beleuchtet. Die Studierenden waren eingeladen, eigens Beiträge zum Themenbereich zu erarbeiten, die in einen Dialog mit anderen für die Ausstellung ausgewählten Arbeiten treten. Viele sind dieser Einladung gefolgt. In der Ausstellung werden Arbeiten und Projekte von rund fünfzig KünstlerInnen und Kollektiven präsentiert. Themenspezifische Vorschläge, die nicht realisiert werden konnten, sind in einem eigens eingerichteten digitalen Archiv zugänglich und stehen gleichfalls zur Diskussion.

Die Ausstellung selbst ist als offenes Display gestaltet, das einerseits den institutionellen wie architektonischen Rahmen des Projektes, die Akademie und das Atelierhaus im Semperdepot verdeutlicht, und andererseits es ermöglicht, sich mit den einzelnen Beiträgen relativ unmittelbar auseinanderzusetzen. Am Eröffnungsabend aber auch während der laufenden Ausstellung finden Performances und künstlerische Aktionen statt. Eines der Projekte umfasst themenspezifische Aktivitäten außerhalb der Akademie, die von zwei Studierenden selbstständig organisiert und an einem „Notice Board“ in der Ausstellung angekündigt werden. Im Rahmen eines Projektes der Lehrveranstaltung Kunst und Kommunikation wurden zum Begleitprogramm mit Dialogveranstaltungen zusätzlich thematisch-räumliche Interventionen in der Ausstellung selbst entwickelt.

„Es ist gut“, kann beim Händewaschen im Spiegel der Damen- und Herrentoilette beim Mehrzwecksaal im Semperdepot der Akademie gelesen werden. Die letzte, oder anders betrachtet die erste Arbeit in der Ausstellung kann ebenso ambivalent verstanden werden.

Text: Sabine Breitwieser

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